Gutes tun mit einem Konzertbesuch (für die PNP)

WwKampagnenEmblem2Das Feuer der Musik bewahren – das ist das große Anliegen des Pianisten Peter Walchshäusl. Seit fast zehn Jahren führt er in seiner Heimatstadt Passau jährlich einen großen Konzertzyklus auf, bei dem er sich intensiv mit einem bestimmten Komponisten oder einem musikalischen Thema auseinandersetzt. Am 8. März nun präsentiert er um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal ein gemischtes Programm und widmet die Spendeneinnahmen dieses Benefizkonzerts der UNICEF-Aktion „Wasser wirkt“.

Wie es zur Zusammenarbeit mit der Kinderhilfsorganisation kam, welche Stücke er genau spielt und was mit den Spenden passiert – das erklärte mir Peter Walchshäusl im Gespräch für die Passauer Neue Presse.

Peter Walchshäusl am Flügel (Foto: R. Melcak/passau-live.de).

Peter Walchshäusl am Flügel (Foto: R. Melcak/passau-live.de).

Herr Walchshäusl, was können die Gäste am 8. März im Großen Rathaussaal erwarten?

Walchshäusl: Ich habe für das Konzert ein gemischtes und sehr vielseitiges Programm zusammengestellt. Während man mich hier in der Region vor allem über die in sich geschlossenen Konzertzyklen kennt, stehen an diesem Abend völlig verschiedene Komponisten und ihre jeweilige Klangwelt nebeneinander. Das ist sehr reizvoll und verspricht ein schönes und spannendes Hörerlebnis. Mit allen Komponisten, von denen an diesem Abend Stücke aufgeführt werden, habe ich mich bereits intensiv auseinandergesetzt und mir liegen die Stücke dieses Konzerts alle sehr am Herzen.

Was spielen Sie genau?

Walchshäusl: Beginnen werde ich mit der Pathétique von Ludwig van Beethoven, darauf folgt die Große A-Dur-Sonate von Franz Schubert. Beide Stücke zeigen sehr eindrucksvoll die gesamte Bandbreite der Komponisten auf und begleiten mich persönlich schon sehr lange. Nach der Pause geht es von diesen Großwerken der Klassik und Romantik dann zur Sonatine von Maurice Ravel, die mit ihrem glitzernden, perlenden Klang ganz dem Motto des Abends „Wasser wirkt“ entspricht. Feuriger Abschluss des Konzerts wird schließlich eine Sonate des Argentiniers Alberto Ginastera sein, der in seinen Werken die klassische Moderne mit lateinamerikanischer Folklore verbindet. Hier geht es sehr rhythmisch, fetzig und pointiert zur Sache. Es ist ein Stück, das dem Spieler und dem Hörer richtig Spaß macht. Kurz gesagt: es sind alles tolle, faszinierende Stücke und es ist eine besondere Freude, sie zu spielen.

Wie kam es dazu, dass Sie einen Konzertabend für UNICEF Passau spielen?

Walchshäusl: Vor drei Jahren habe ich den Musikpreis der Stiftung „Europäisches Haus – Konzerthaus Passau“ erhalten und seitdem bin ich in Kontakt mit Familie Karl, die in Passau die UNICEF-Gruppe leitet. Vergangenen Sommer hat mich Jürgen Karl gefragt, ob ich Lust hätte ein Benefizkonzert zu gestalten, das Teil einer Reihe werden sollte, mit der UNICEF Deutschland sein 60-jähriges Bestehen feiert. Mir war sofort klar, dass ich die wertvolle Arbeit von UNICEF gerne mit meinen Möglichkeiten unterstützen möchte und so habe ich hier gerne zugesagt. Seit einem halben Jahr läuft die Organisation.

WwKampagnenEmblem2Die Gäste zahlen für diesen Abend im Großen Rathaussaal keinen Eintritt, UNICEF bittet aber um Spenden. Wohin gehen die?

Walchshäusl: Die Spenden fließen in das Projekt „Wasser wirkt“, das UNICEF in Äthiopien, Bangladesh, Kambodscha, Sambia, Somalia und im Südsudan durchführt. In diesen Ländern hilft die Organisation beim Bau von Brunnen und bildet Freiwillige aus, die dann die Anlagen instand halten und in Schulen über Hygiene aufklären. „Wasser wirkt“ mit einem Konzert in der Dreiflüssestadt Passau zu unterstützen, ist für mich selbstverständlich.

In jedem Jahr führen Sie in Passau einen Konzertzyklus auf – bisher mit Werken von Beethoven, Schumann, Schubert, Haydn, Debussy und Ravel. Was dürfen wir 2013 erwarten?

Walchshäusl: Dieses Jahr widme ich mich ganz dem Komponisten Frédéric Chopin und plane einen Zyklus mit insgesamt fünf Konzerten. Chopin ist der Klavierkomponist schlechthin. In seiner Musik gehen Musikalität, Facettenreichtum und technische Herausforderungen eine einzigartige Verbindung ein – es gibt kaum einen anderen Komponisten, bei dem das so stimmig ist. Es ist das vielleicht pianistischste Programm, das ich jemals gemacht habe und ich freue mich sehr darauf.

Peter Walchshäusl spielt für UNICEF Werke von Beethoven, Schubert, Ravel und Ginastera (Foto: R. Melcak/passau-live.de).

Peter Walchshäusl spielt für UNICEF Werke von Beethoven, Schubert, Ravel und Ginastera (Foto: R. Melcak/passau-live.de).

WAS GENAU?

Peter Walchshäusl spielt auf Einladung von UNICEF Passau am Freitag, 8. März, um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal Passau. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Aktion „Wasser wirkt“ von UNICEF werden erbeten. Außerdem ist das Konzert Teil einer Reihe, mit der UNICEF Deutschland zum 60-jährigen Bestehen 60 Konzerte veranstaltet.

WER?

Der gebürtige Passauer Peter Walchshäusl absolvierte sein pianistisches Konzertfachdiplom am Salzburger Mozarteum im Jahre 2001 mit Auszeichnung. Außerdem ist er – ebenfalls ausgezeichnet – Instrumentalpädagoge und leitet seit 2007 eine Klavierklasse am Auersperg-Gymnasium Freudenhain. Ein Schwerpunkt in Walchshäusls Arbeit sind geschlossene Konzertzyklen, in denen entweder in Gesprächskonzerten das umfassende Werk eines Komponisten vorgestellt wird oder eine bestimmte Technik im Vordergrund steht. 
Peter Walchshäusl trat unter anderem bei den Europäischen Wochen Passau, dem Neue-Musik-Festival „Alles im Fluss“ und dem Alpenklassik-Festival Bad Reichenhall auf.
 Einspielungen mit Werken von Joseph Haydn und Franz Schubert sind bei audiano records erschienen.

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Ein Kommentar zu “Gutes tun mit einem Konzertbesuch (für die PNP)

  1. Lieber Sebastian,
    leider ist es mir nicht möglich an diesem bestimmt einzigartigen Konzert teilzunehmen, da ich zeitgleich im Stadttheater beim Balletttheater „Cinderella“ bin. Und Dieter kann ich nicht begeistern.
    Würde mich freuen, wieder auf diesem Wege von Konzerten und Sonstigem zu erfahren.
    Franziska

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