Bilderrätsel: Unterwegs in…

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Welcher Ort mag das wohl sein? Eine ungewöhnliche Perspektive – nämlich von einem Stadtmodell – habe ich für meinen neuesten Reiseartikel gewählt. Die Auflösung gibt es nach nur einem Klick.

Herzlich willkommen also in der Silberstadt Freiberg. Die harten Fakten zuerst: Freiberg‬ ist Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen und liegt 30 Kilometer südwestlich von Dresden am Nordzipfel des Erzgebirges. Die Große Kreisstadt hat etwa 41.000 Einwohner, die Postleitzahl 09599, die Telefon-Vorwahl 03731 und das Autokennzeichen FG.

Modell der Stadt Freiberg (Sachsen), zu sehen im dortigen Stadtmuseum. Unscharf im Vordergrund: der Dom (Foto: Haas).

Modell der Stadt Freiberg (Sachsen), zu sehen im dortigen Stadtmuseum. Unscharf im Vordergrund: der Dom (Foto: Haas).

Freiberg entstand ab etwa 1170 und war danach für 800 Jahre vom Bergbau geprägt. Erst 1913 wurde der Silberbergbau eingestellt, vor dem Zweiten Weltkrieg aber wieder aufgenommen. Zu Zeiten der DDR versuchte man sich verstärkt in der Gewinnung von Blei, Zink und Zinn. Mittlerweile hat sich die Stadt der Hochtechnologie zugewandt, ist Standort für Halbleiterfertigung und Solartechnik und darf sich somit Teil des Silicon Saxony nennen.

Wichtigster Arbeitgeber der Stadt ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg. Gegründet hatte sie Prinz Franz Xaver von Sachsen 1765 als Ausbildungsstätte für Bergleute – denn nach der Niederlage im Siebenjährigen Krieg musste der Staat den Bergbau forcieren, um die deftigen Reparationszahlungen finanzieren zu können. So entstand die heute älteste noch existierende Bildungseinrichtung für Bergbau.

Modell der Stadt Freiberg (Sachsen), zu sehen im dortigen Stadtmuseum. Zentral zu sehen: Schloss Freudenstein (Foto: Haas).

Modell der Stadt Freiberg mit Schloss Freudenstein (Foto: Haas).

Der gesamte Kern der Stadt Freiberg steht unter Denkmalschutz und ist eine der Stätten, die später einmal Teil des UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge werden soll. Sehenswert sind hier:

  • Schloss Freudenstein (rechts)
  • erhaltene Teile der Stadtmauer und
  • Obermarkt und Rathaus mit Glockenspiel aus Meißener Porzellan.

 

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist ohne Frage der Freiberger Dom – gleichzeitig Gotteshaus, Konzertraum und herausragendes Kunstwerk. Seit 1501 beherrscht der Bau den historischen Untermarkt, dort, wo zuvor noch eine romanische Basilika stand – die aber abbrannte. Eine Führung durch den Dom St. Marien sollte man mit einem Besuch in Freiberg auf alle Fälle verbinden, schließlich gibt es die Goldene Pforte, die Tulpenkanzel und die Silbermannorgeln zu sehen. Außerdem ruhen hier alle protestantischen Fürsten der Albertinischen Linie von Heinrich dem Frommen bis Johann Georg IV.

Der Freiberger Dom St. Marien ist DIE Sehenswürdigkeit der Stadt (Foto: Haas).

Der Freiberger Dom St. Marien ist DIE Sehenswürdigkeit der Stadt (Foto: Haas).

Außerdem lohnt sich ein Blick von der Stadtkirche St. Petri. Ihr Nordwestturm ist 74 Meter noch, und Besucher können aus 45 Metern Höhe über die Stadt und weite Teile des östlichen Erzgebirges blicken.  Sehr interessant sind auch die Wohnräume des ehemaligen Türmers, die seit 1733 in etwa so erhalten geblieben sind. Sie vermitteln einen interessanten Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen vergangener Jahrhunderte – und wer besonderes Glück hat, bekommt sogar eigens eine Führung durch den Mesner der Kirche.

Blick auf Freiberg von der Kirche St. Petri (Foto: Haas).

Blick auf Freiberg von der Kirche St. Petri (Foto: Haas).

Mehr online: Tourismus, Kultur und Veranstaltungen auf der Homepage für Besucher Freibergs

Der gesamte Stadtkern von Freiberg (Sachsen) steht unter Denkmalschutz.

Der gesamte Stadtkern von Freiberg (Sachsen) steht unter Denkmalschutz.

Sehr nett: Auszug aus der Türmerordnung von St. Petri in Freiberg (Sachsen).

Sehr nett: Auszug aus der Türmerordnung von St. Petri in Freiberg (Sachsen).

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