Er vermisst die Welt (Passauer Neue Presse, 20. November 2012)

An diesem Abend werden die Besucher ihre Freude haben – da ist Kinobetreiber Christian Mitzam sicher. Denn in der Filmgalerie Bad Füssing ist am Donnerstagabend um 19.30 Uhr ein junger, aufstrebender und sehr sympathischer Schauspieler zu Gast: Albrecht Abraham Schuch. Der spielt in der Bestseller-Verfilmung „Die Vermessung der Welt“ keinen Geringeren als Alexander von Humboldt.

Albrecht Abraham Schuch wurde 1985 in Jena geboren und spielt derzeit am Berliner Maxim-Gorki-Theater, unter anderem in „Jeder stirbt für sich allein”, „Ein Volksfeind” und „Madame Bovary”. Im Fernsehen war er bereits in „Neue Vahr Süd” und als Gast in vielen bekannten Krimiserien zu sehen.

Nun spielt Schuch den Alexander von Humboldt in der Verfilmung des Bestsellers „Die Vermessung der Welt“ – und ist sichtlich begeistert von der Neugier, Wissbegierde und Begeisterung des Naturforschers. „Es ist der pure Spaß, eine Rolle mit einem so immensen Horizont zu spielen“, sagte er bei der Premiere des Films vor einem Monat in Berlin.

Die Gäste in Bad Füssing haben am Donnerstag die Gelegenheit, dem Schauspieler ihre Fragen zu stellen: zur Zusammenarbeit mit Regisseur Detlev Buck, zum Schritt von den Theaterbrettern vor eine 3D-Kamera, oder zu den faszinierenden Drehorten und spannenden Situationen in Ecuador, wo Teile des Films entstanden. Albrecht Abraham Schuch kommt am 22. November um 19.30 Uhr in die Filmgalerie. Reservierungen unter Telefon 08531/29284.

ZU BUCH UND FILM

Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß entdecken Anfang des 19. Jahrhunderts die Welt auf ganz unterschiedliche Weise. Der Naturforscher Humboldt reist in ferne Länder, um die Welt zu vermessen und fremde Kulturen, exotische Tiere und lebensfeindliche Landschaften zu erforschen. Der Mathematiker Gauß bleibt zu Hause, um die Welt zu berechnen. Ihm zur Seite steht seine Frau Johanna, die mit ihren einfachen Fragen die Antwort auf so manches mathematische Rätsel gibt.

1828 begegnen sich die beiden Wissenschaftler bei einem Naturforscherkongress in Berlin. Man bestaunt Humboldts Sammlungen exotischer Tiere und hört begeistert zu, wie er von neuen Projekten erzählt. Der Eigenbrötler Gauß wird bewundert, aber nicht verstanden. Die Begegnung zwingt die beiden Geistesgrößen, ihre festgefahrenen Strukturen aufzubrechen – diese Reise wird zu einem Neuanfang.

Daniel Kehlmanns Roman „Die Vermessung der Welt“ stand ab Herbst 2005 wochenlang ganz oben in den Bestsellerlisten und wurde in über 40 Sprachen übersetzt. Die New York Times führt die fiktive Doppelbiographie an zweiter Stelle der weltweit meistverkauften Bücher des Jahres 2006. Allein in deutscher Sprache haben sich über zwei Millionen Exemplare verkauft.

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