Unterwegs in: Jaén (III)

In dieser spanischen Provinz, im Norden Andalusiens, überraschen Städte wie Jaén, Úbeda und Baeza mit dem Erbe der arabischen Herrschaft. Dieses Mal aber geht’s in die Natur: auf überfüllte und verlassene Wanderwege und hinter einen der mehr als 60 Millionen Olivenbäume.

Wild-romantisch: ein verlassenes Bauernhaus im Naturpark von Cazorla, Segura und las Villas in der Provinz Jaén (Fotos: Haas).

Wen es also nach all der Hochkultur aus Folge 1 und Folge 2 wieder ins Grüne zieht, der findet in der Provinz Jaén vier Naturparks. Der größte, der von Cazorla, Segura und las Villas, ist fast so groß wie das Saarland und bedeckt ein Fünftel der Provinz. „Wenn wir der Natur Respekt zollen und sie schützen, können wir alle davon profitieren“, erklärt Ranger Pedro Antonio Caldon das Prinzip des Parks.

Der gleiche Naturpark, das ganze Gegenteil: der Wanderweg entlang des Flusses Borosa ist einer der meistgenutzten Spaniens.

Schließlich gibt es hier einiges zu sehen: Bergketten und Felsenlandschaft, Stauseen und Schluchten, einsame Bauernhöfe, dichte Urwälder, Wildtiere – und jede Menge Tagesausflügler. Der Wanderweg am Fluss Borosa ist der meistgenutzte in Spanien, am Wochenende herrschen Zustände wie bei einer Völkerwanderung. Wem das zu viel ist, kann sich in die entlegenen Ecken des Parks aufmachen und eine Hüttentour machen. Oder sich hinter einem der 60 Millionen Olivenbäume ganz in der Nähe verstecken.

Und hier noch einmal einige der 60 Millionen Olivenbäume in der südspanischen Provinz Jaén.

INFOS ZUR PROVINZ JAÉN

Anreise: Vom Flughafen Granada sind es etwa 100 Kilometer nach Noden in die Provinz Jaén. Ab München fliegen zum Beispiel die Lufthansa oder Iberia über Madrid oder Barcelona. Ryanair fliegt von Frankfurt-Hahn direkt nach Granada.

Unterkunft: Besonders charmant sind Übernachtungen in den Paradores, zu Hotels umfunktionierten geschichtsträchtigen Gebäuden. Außerdem zu empfehlen: Das entzückende Hotel Las Casas del Consul in Úbeda, im Renaissancestil eingerichtet und umgeben von Höfen und alten Mauern. Mehrfach ausgezeichnet: das Wellnesshotel & Spa Sierra de Cazorla.

Freizeit: Geführte Touren durch den Naturpark von Cazorla kosten 30 Euro pro Person, mehr dazu unter www.turisnat.es. Museum zur Olivenkultur bei Baeza, Eintritt 3,60 Euro. Zum Betrieb gehört auch ein Hotel mit Hauswirtschaftsschule und Campingplatz.

Schön gelegen und voller Olivenbäume: Das Museum zur Kultur der Olive.

Beste Reisezeit: Im Frühjahr und Herbst. Die Sommer sind sehr heiß, die Winter regnerisch.

Auskünfte: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Schubertstraße 10, 80336 München, Telefon 089/530746-0, www.andalucia.org, www.spain.info/de/.

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