Unterwegs in: Barcelona (III)

Der Abschluss und zugleich der Höhepunkt meiner Fototour durch die Stadt des Modernisme endet in einem atemberaubenden Bauwerk: Die Basilika Sagrada Família, an der seit 1882 gebaut wird, ist ein Muss für jeden Barcelona-Besucher.

Steinerne Säulen tragen das Gewölbe der Sagrada Família. Sie erinnern an Bäume und verzweigen sich wie Äste nach oben (Fotos: Haas).

Noch immer ist der Bau, den Antoni Gaudí von 1883 bis zu seinem Tod 1926 übernommen hatte, nicht abgeschlossen. Nach jüngsten Prognosen soll es im Jahr 2026 soweit sein. Dennoch sind die zwei Fassaden sowie die Krypta des Gotteshauses bereits in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden – als Teil der Arbeiten Gaudís.

Der Innenraum ist enorm hoch: Haupt- und Hauptquerschiff 45 Meter, Vierung 60 Meter, und das Gewölbe über der Apsis 75 Meter.

Touristen lockt die Sagrada Família (vollständig: Temple Expiatori de la Sagrada Familia, also Sühnekirche der Heiligen Familie) schon seit Jahrzehnten an. Derzeit tummeln sich gut zwei Millionen Besucher täglich in dem Gotteshaus – das macht etwa 5.500 pro Tag, und das bei einem Eintrittspreis von derzeit 13 Euro.

Und hier ein Blick auf die Fenster, die derzeit in der Basilika eingesetzt werden. Der eine Teil ist schon farbig, der andere Teil wartet noch darauf…

Die Sagrada Família ist jeden Cent davon wert. Man kann einen Teil des Innenraumes sowie die vollendeten Türme besichtigen, sofern da nicht wieder einmal gebaut oder renoviert wird. Außerdem kann man das Museu Gaudí im Untergrund besuchen.

Und hier der ganz genaue Blick auf die Fenster. Schön, oder?

Wie alle Kirchen mit sehr langer Bauzeit – man denke nur an den Kölner oder (Achtung, Lokalpatriotismus!) den Passauer Dom – verbindet die Sagrada Família verschiedene Architekturstile. Gaudís Vorgänger haben sie noch neogotisch konzipiert. Gaudí selbst hat sie natürlich im Stil des Modernisme weiterentwickelt und sich dabei erstens an der Natur und zweitens an der Funktionalität orientiert. Elemente der Moderne erblickt man vor allem an der Passionsfassade am Haupteingang der Basilika.

Dieses Gewölbe ist einfach atemberaubend. Die „Leuchtsticker“ an den Säulen stellen übrigens die Apostel dar.

Mehr Informationen zu diesem Prachtbau:

Blick auf die Geburtsfassade, die noch zu Lebzeiten Gaudís entstand und sehr genau die Geburt Jesu zeigt.

 

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